Meinungsbilder und Thesen

 
 
 
 
 
 

Digitalisierung: Revolution der medizinischen Versorgung bis 2025?




»Ich sehe keine digitale Revolution in den nächsten zehn Jahren, die bestehende Strukturen und Prozesse komplett ersetzt. Es wird immer Menschen geben, die an Menschen arbeiten.«
Dr. Christian Belgardt

Einige Experten vertreten die Ansicht, dass sich die medizinische Versorgung in den kommenden zehn Jahren revolutionär verändern wird. Dabei ergeben sich ihrer Meinung nach sowohl für den stationären, als auch für den ambulanten Bereich weitreichende Chancen – wobei diese klassische Zweiteilung der Sektoren zunehmend verschwimmen werde. In bestimmten Gebieten, wie der Onkologie oder der regenerativen Medizin, liegt der technologische Fortschritt bereits auf der Hand, so die Sicht der Experten. Im Fokus stehen dabei vornehmlich zwei Entwicklungen: Zum einen können große Datenmengen innerhalb kürzester Zeit mithilfe algorithmus­getriebener Ent­schei­dungs­pro­zesse ausge­wertet und daraus personali­sierte Therapien entwickelt werden. Des Weiteren erwarten die Inter­view­partner eine Verbesserung der medizi­nischen Versor­gung in der Fläche durch die Über­führung tele­medi­zinischer Anwen­dungen in die Regel­ver­sorgung.

Andere Gesprächspartner teilen diesen Paradigmenwechsel der Gesund­heits­welt nicht, es sei denn, er würde massiv getrieben durch Politik und Wirt­schaft. Einig sind sich die Experten darin, dass Digitali­sierung nicht um der Inno­vation willen geschehen darf, sondern um die medizi­nische Versor­gung zu verbessern und einen Nutzen für die Patien­ten zu stiften.


»Die Digitalisierung wird die Dinge beschleunigen und wir werden Krankheiten behandeln können, die wir bisher nicht behandeln konnten.«
Prof. Dr. Axel Ekkernkamp