Meinungsbilder und Thesen

 
 
 
 
 
 

Digitalisierung: Welche Rolle spielen die Standesorganisationen?






»Die Organisationen müssen eine Scharnierfunktion wahrnehmen: Sie müssen für sich eine Strategie entwickeln und für ihre Mitglieder einen Resonanzboden darstellen.«
Prof. Dr. Matthias P. Schönermark

Die Experten sind der Ansicht, dass es zunächst Aufgabe der Standes­organi­sationen sein muss, selbst à jour zu sein, sich mit aktuellen digitalen Entwick­lungen und Szenarien auf der Metaebene auseinander­zusetzen und daraus eine eigene Vorstellung und Strategie zu entwickeln. Hier ende die Rolle der Standes­vertreter jedoch nicht – diese sollten darüber hinaus in den Diskurs mit den Heilberuflern gehen und eine Plattform schaffen, auf der sich die Mitglieder informieren und austauschen können. Es sei absehbar, dass sich der einzelne Heilberufler aufgrund der Geschwin­digkeit und der Vehemenz, mit der die Veränderungen derzeit auf ihn zukommen, ohnmächtig fühle. Hier gelte es, einen geschützten Raum zu schaffen, der den Heilberuflern die Möglichkeit gibt, zu lernen, zu verstehen und Bedenken und Fragen weiterzutragen.

Andere Stimmen fordern ein aktiveres Einbringen der Kammern und Kassen­(zahn)­ärzt­lichen Vereini­gungen, beispiels­weise beim Thema Daten­sicherheit. Nach Meinung einiger Interviewpartner ergibt sich für die Standes­organisationen schon aus ihrer aktuellen vertrauens­vollen Position heraus die Verant­wortung, für eine sichere Infra­struktur und die sinnvolle Vernetzung der bereits größtenteils schon vorhandenen Daten zu sorgen.


»Die Aufgabe unserer Verbands­vertreter besteht schon darin, Wege zu finden, dass wir den Anschluss nicht verlieren.«
Prof. Dr. Axel Ekkernkamp