Meinungsbilder und Thesen

 
 
 
 
  
 

Digitalisierung: Startups als neue Player im Gesundheitsmarkt?



»Startups werden nur dann eine wesentliche Rolle spielen, wenn sie von der gesetz­lichen Kranken­ver­sicherung oder dem Gesetz­geber massiv gespon­sert werden.«
Dr. Christian Belgardt

Zurzeit drängen unzählige Startups mit einer starken Innovationskraft auf den Gesundheitsmarkt. Ein Kennzeichen von Startups, so die Experten, sei es allerdings, dass diese kommen und gehen. Nur wenige würden sich tat­säch­lich am Markt zu durch­set­zungs­fähigen Unter­nehmen entwickeln. Entschei­dend für die lang­fristige Etab­lierung als rele­vante Markt­teil­nehmer sei es, gute Ideen zu verfolgen und die Komp­lexität des Geschäfts zu verstehen.

Andere Interviewpartner vertreten die Auffassung, dass Startups nur dann im Markt bestehen können, wenn sie entweder Selbstzahler gewinnen oder finanzielle Unterstützung durch Dritte erhalten. Sie sehen die größten Hürden in dem hohen Investitionsbedarf, den Startups mit begrenztem Budget­potenzial nur selten auf­bringen könnten. Hinzu komme der „lange Atem“, der bei dem Weg durch die starren Struk­turen des deutschen Gesund­heits­wesens erforderlich sei.

Dieser Logik folgend übernehmen größere Akteure viele Start­ups bereits vor Markt­ein­tritt. Hier sehen die Experten voraus, dass es zu einer Konzen­tra­tion von wenigen Playern auf dem Gesund­heits­markt kommen wird, zu denen auch große Techno­logie­kon­zerne wie Google, Apple und Microsoft zählen, die verstärkt auf die Digi­tali­sierung im Gesund­heits­markt setzen.



»Ich glaube, wenn die Idee die Richtige ist, werden plötzlich Spieler eine marktbeherrschende Stellung einnehmen, die bisher noch gar keiner auf dem Zettel hat.«
Prof. Dr. Matthias P. Schönermark