Existenzgründungen

Analyse der Gründungen von Hausarztpraxen

Gründungsverhalten von Hausärzten 2017

Praxisinvestitionen bei Hausärzten
Die Praxisinvestitionen sind erneut auf einen Höchststand geklettert: Die gezahlten Kaufpreise sind zu 2015 um rund 20 Prozent auf durchschnittlich 94.000 Euro gestiegen.
Investitionen bei Einzelpraxisübernahme
Die Niederlassung in einer Einzelpraxis durch Übernahme einer bereits bestehenden Praxis war im letzten Jahr besonders teuer. Insgesamt investierten 2017 die ärztlichen Existenzgründer in den Kaufpreis durchschnittlich 143.000 Euro.
Stadt-Land-Gefälle bei Hausärzten
Erkennbares Preisgefälle zwischen Stadt und Land: Je mehr Einwohner am Standort, desto höher der Kaufpreis. Die Preisspanne reichte von durchschnittlich rund 74.000 Euro in den ländlichen Regionen bis 108.000 Euro in der Großstadt.
Existenzgründer auf dem Land
Bei Ärzten in der jüngsten Altersgruppe bis 35 Jahre liegt der Anteil derjenigen, die sich in ländlichen Gebieten niedergelassen haben, seit Jahren deutlich höher als in den Altersgruppen darüber. Gleichzeitig lassen sich die jungen Hausärzte im Vergleich zu ihren älteren Kollegen seltener in der Großstadt nieder.

Existenzgründung Hausärzte 2017


Praxisinvestitionen auf dem Höchststand

Die gezahlten Kaufpreise für die Übernahme einer Einzelpraxis sind gegenüber 2015 um rund 20 Prozent auf durchschnittlich 94.000 Euro gestiegen. Diese Niederlassungsform (in einer Einzelpraxis durch Übernahme einer bereits bestehenden Praxis) war die häufigste und mit durchschnittlich 143.000 Euro Gesamtinvestitionen auch die teuerste.

Gesamtinvestitonen sind der Kaufpreis - dessen ideeller Wertanteil vom Patientenstamm, dem Image und der Lage der Praxis abhängt, - plus die weiteren Investitionen in medizinisch-technische Geräte, Einrichtung, EDV sowie Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen. Diese weiteren Kosten sind auf einen Höchststand von durchschnittlich 49.500 Euro angewachsen.

Einzelpraxis bleibt die häufigste Niederlassungsart

52 Prozent der hausärztlichen Existenzgründer haben sich bei der Niederlassung für die Einzelpraxis entschieden. Sie ist die häufigste der Niederlassungsformen und findet in der Regel durch die Übernahme einer bereits bestehenden Praxis statt. Nur sechs Prozent der Praxisgründungen waren tatsächliche Neugründungen.  

Die Kosten für eine Praxisübernahme

Ein Blick auf den Zusammenhang zwischen Kaufpreisen und geographischer Lage zeigte, dass Hausärzte im Westen Deutschlands die höchsten Preise für Praxisübernahmen mit knapp 105.000 Euro im Schnitt zahlten.

In den östlichen Bundesländern lagen die Durchschnittswerte mit 81.000 Euro am niedrigsten, während im Norden und Süden die Preise dazwischen rangierten.

Der Trend geht aufs Land

Junge Ärzte entscheiden sich häufiger fürs Land als ältere. Die Auswertungen der hausärztlichen Existenzgründungen zeigen ein interessantes Bild, wenn man das Gründungsverhalten der einzelnen Generationen vergleicht.  Der Anteil der Ärzte bis 35 Jahre, die sich in ländlichen Gebieten niedergelassen haben, liegt seit Jahren deutlich höher als in den Altersgruppen darüber.

Gleichzeitig lassen sich junge Hausärzte seltener in der Großstadt nieder, verglichen mit ihren älteren Kollegen .

Das widerspricht der Auffassung, dass die junge Generation das Landleben scheuen würde. Ob ein Standort letztendlich als attraktiv gesehen wird, hängt stark von der öffentlichen Infrastruktur sowie den dort vorherrschenden Arbeits- und Lebensbedingungen ab.

Fazit: Einzelpraxis die häufigste und teuerste Niederlassungsform

Die gezahlten Kaufpreise für die Übernahme einer Einzelpraxis sind gegenüber 2015 um rund 20 Prozent auf durchschnittlich 94.000 Euro gestiegen. Diese Niederlassungsform (in einer Einzelpraxis durch Übernahme einer bereits bestehenden Praxis) war die häufigste und mit durchschnittlich 143.000 Euro Gesamtinvestitionen auch die teuerste.

Mehr Informationen und interessante Statistiken stehen zum Download bereit, siehe unten.

Methodik:
Die Analyse der Existenzgründungen unter den Hausärzten wird jährlich von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) sowie dem Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) vorgelegt.

 

Praxisgründung: Mit der apoBank rundum versorgt


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